Wir schreiben das Jahr 2025, es ist Sommer und Bundesländer wie Hessen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen haben bereits Sommerferien. Dennoch ist auf dem Wohnmobilstellplatz Eifelpark-Vogelsang so gut wie nichts los. Abgesehen von uns standen von den Landeskennzeichen her 3x Deutschland, 3x Niederlande und 1x Belgien auf dem Stellplatz.
Wann genau weiß ich nicht, aber es gab kürzlich einen Betreiberwechsel des Stellplatzes. Auf der Webseite des Stellplatzes ist noch eine altes Luftbild zu sehen. Der Stellplatz ist in Betrieb, aber es finden auch Bauarbeiten statt. So wie aussieht wurden vor der ersten Stellplatzreihe die Bäume zurückgeschnitten, sodass man sowohl ins Tal als auch in die Ferne schauen kann. Es finden Erdbauarbeiten statt und aus einer ebenen Fläche werden zwei Ebenen. In der unteren Ebene befinden sich vier Parkreihen und in der oberen werden es 2-3 Reihen werden (es gab noch keine Markierung/Abgrenzung der Parkzellen mit Baumstämmen).
Der Check-In erfolgt elektronisch und ich denke, dass es der Betreiber/Pächter höchstpersönlich war, der uns sehr nett beim Check-In unterstützt hat. Die digitale Platform für den Check-In ist CAMP/24 und es war das erste Mal, dass wir das System verwendet hatten. Im Grunde ist es einfach zu bedienen, aber ab und zu ist es etwas verwirrend, dass der Button, um zu nächsten Schritt zu kommen, mal oben und mal unten auf dem Display ist.
Der Stellplatz befindet sich mitten in Eifel oberhalb der Urfttalsperre auf dem Gelände der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang. Die Anlage ist ein Beispiel und nach Nürnberg die zweitgrößte noch erhaltene Fläche an Architektur des Nationalsozialismus. Das Gelände wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst von den Briten übernommen und von 1950 bis 2005 war das Areal ein Truppenübungsplatz der belgischen Armee.
Mittlerweile wird das Gelände vielseitig zivil genutzt und das Herzstück ist die Erinnerungsstätte und NS-Dokumentationszentrum.

Sanitäre Einrichtungen sind im Moment nicht oder vielleicht auch noch nicht vorhanden. Strom gibt es auf der gesamten Anlage (noch) nicht, aber es gibt eine Entsorgungsstation an der Ein-/Ausfahrt und Frischwasser gibt es dort auch.
Direkt auf dem Stellplatz gibt es ein Gartenhäuschen und dort werden Getränke mit einer Vertrauenskasse verkauft werden. An der Rezeption gibt es die Möglichkeit Gasflaschen zu tauschen.


Nicht weit vom Stellplatz ist im Gebäude mit dem Zufahrtstor „Vogelsang“ die Selbstversorgerhütte „Eifeler Haus Vogelsang“ vom Deutschen Alpenverein. Passend dazu gibt es einen „24h-Automaten-Supermarkt“, wo es diverse Lebensmittel zu kaufen gibt.

Mittags kann man auch in der Ordensburg Vogelsang im Panoramarestaurant essen. Dort gibt es neben der regulären Speisekarte auch jeden Tag wechselnde Gerichte sowohl mit Fleisch als auch vegetarisch. Da die Betreiber nicht wissen können wie viele Besucher kommen und ob Reisebusse mit Schülergruppen vor Ort sind, muss es natürlich einen kantinenartige Gastronomie sein, die entsprecht skalierbar ist.
Da man auf einem geschichtsträchtigen Gelände ist, steht das NS-Dokumentationszentrum mit der Dauerausstellung „Herrenmenschen“ im Vordergrund. Die durch die drei Stauseen rund um die Ordensburg Vogelsang ist die Gegend auch zum Wandern und Radfahren prädestiniert.

Der Betreiber hatte berichtet, dass auf dem Stellplatz schon Wohnmobiltreffen mit 200 Fahrzeugen stattgefunden hat. Für solche Anlässe können die normalen Parkplätze der Ordensburg Vogelsang mitgenutzt werden können. Für bestimmte Events und zu bestimmten Terminen gibt es auch eine Frühstücksbuffet im Panoramarestaurant.
Es gibt wohl Planungen, dass auf dem Gelände der Ordensburg ein Tagungshotel mit ca. 300 Zimmern entstehen soll. Ich weiß nicht, wo auf dem Gelände das Hotel entstehen soll, aber bevor die Baumaßnahme beginnt, möchte ich auf jeden Fall noch einmal zu dem Gelände zum Fotografieren. Bis dahin sollten aber auch die Sanierungsmaßnahmen und der Mauer des Adlerhofes abgeschlossen sein. Ich bin auch gespannt, was sich bis dann auf dem Wohnmobilstellplatz getan hat und werde im Anschluss auf jeden Fall wieder berichten.
